Wenn die Rhabarberzeit beginnt, zieht endlich wieder dieser ganz besondere Duft durch die Küche: fruchtig, leicht säuerlich und herrlich frisch. Für mich gehört Rhabarber einfach zum Frühling dazu – und in Kombination mit cremigem Käsekuchen entsteht daraus ein Kuchen, den man am liebsten Stück für Stück genießen möchte. Genau diese Verbindung aus sanfter Süße und der feinen Säure macht diesen Käsekuchen mit Rhabarber so unglaublich köstlich. Ein echter Frühlingsklassiker, der wunderbar leicht schmeckt und dennoch herrlich cremig ist.
Der Rhabarber bringt nicht nur eine wunderschöne Frische in den Kuchen, sondern sorgt auch dafür, dass die Quarkmasse geschmacklich perfekt ausbalanciert wird. Während Käsekuchen oft eher süß und reichhaltig ist, lockert die fruchtige Säure des Rhabarbers alles wunderbar auf. Genau deshalb liebe ich diese Kombination so sehr: sie schmeckt gleichzeitig cremig, fruchtig, frisch und angenehm leicht.
Hier ein paar Tipps:
Damit der Kuchen perfekt gelingt, gibt es beim Backen von Käsekuchen ein paar kleine Tipps und Tricks, die einen großen Unterschied machen können. Besonders wichtig ist, die Quarkmasse nicht zu stark aufzuschlagen. Sie sollte cremig verrührt werden, aber nicht zu viel Luft enthalten, da der Kuchen sonst beim Backen stärker aufgehen und später leichter einfallen kann. Auch die niedrige Backtemperatur sorgt dafür, dass der Käsekuchen schön gleichmäßig stockt und seine cremige Konsistenz behält.
Ein weiterer wichtiger Punkt: Geduld nach dem Backen. Den Kuchen nach der Backzeit bei leicht geöffneter Ofentür ruhen zu lassen, hilft dabei, Temperaturschocks zu vermeiden. So entstehen weniger Risse auf der Oberfläche und der Käsekuchen bleibt wunderbar saftig. Gerade bei Käsekuchen lohnt sich etwas Ruhezeit besonders, denn gut durchgekühlt schmeckt er oft sogar noch besser.
Auch die Zutaten spielen bei diesem Rezept eine große Rolle. Magerquark macht den Kuchen angenehm leicht und sorgt trotzdem für die typische cremige Konsistenz. Das Vanillepuddingpulver gibt zusätzlich Stabilität und eine feine Vanillenote. Die geschmolzene Butter rundet den Geschmack weich ab und macht die Masse besonders harmonisch. Und natürlich darf der Rhabarber nicht fehlen – die eigentliche Hauptrolle dieses Frühlingskuchens.
Worauf sollte man beim Kauf von Rhabarber achten:
Beim Kauf von Rhabarber sollte man darauf achten, dass die Stangen fest, knackig und möglichst frisch aussehen. Die Enden sollten nicht ausgetrocknet sein. Besonders aromatisch sind oft die roten oder rötlich-grünen Stangen, die meist etwas milder und fruchtiger schmecken. Sehr dicke grüne Stangen können dagegen etwas säuerlicher und faseriger sein. Frischer Rhabarber lässt sich außerdem leicht brechen und hat eine glatte, glänzende Oberfläche.
Ein kleiner, aber wichtiger Schritt ist das Zuckern und Ziehenlassen des Rhabarbers vor dem Backen. Dadurch verliert er überschüssige Flüssigkeit und der Käsekuchen wird später nicht zu feucht. Gleichzeitig nimmt der Rhabarber bereits etwas Süße auf und entwickelt ein noch feineres Aroma.
Das Topping vom Käsekuchen:
Schon pur mit etwas Puderzucker bestäubt schmeckt dieser Käsekuchen traumhaft gut. Wer ihn noch etwas verfeinern möchte, kann ihn zusätzlich mit Vanillesoße, geschlagener Sahne oder einem Klecks Mascarponecreme servieren. Auch geröstete Mandelblättchen passen wunderbar dazu und bringen einen feinen Crunch ins Spiel. Besonders lecker ist außerdem ein fruchtiger Erdbeerspiegel oder ein paar frische Beeren als Topping, denn Erdbeeren harmonieren geschmacklich perfekt mit Rhabarber.
Haltbarkeit und Aufbewahrung:
Der Kuchen hält sich im Kühlschrank problemlos etwa zwei bis drei Tage frisch. Am besten bewahrt man ihn gut abgedeckt auf, damit er keine fremden Gerüche annimmt und schön saftig bleibt. Tatsächlich schmeckt Käsekuchen am nächsten Tag oft sogar noch aromatischer, weil sich die Aromen dann besonders gut verbunden haben. Zum Einfrieren eignet sich der Kuchen ebenfalls sehr gut – am besten in Stücke geschnitten, damit man später einzelne Portionen genießen kann.
Ein paar weitere Details zum Rhabarber:
Rhabarber selbst ist übrigens eine ganz besondere Pflanze: Botanisch gesehen gehört er eigentlich zum Gemüse, wird in der Küche aber fast immer wie Obst verwendet. Seine kurze Saison macht ihn jedes Jahr zu etwas Besonderem. Gerade deshalb freue ich mich immer besonders darauf, ihn endlich wieder zu verarbeiten. Für mich gibt es kaum etwas Schöneres, als die ersten frischen Rhabarberstangen der Saison in einem cremigen Käsekuchen zu genießen.
Fazit:
Dieser Käsekuchen mit Rhabarber vereint einfach alles, was ein guter Frühlingskuchen braucht: Cremigkeit, Frische, Süße und eine feine fruchtige Säure. Ein Kuchen, der wunderbar leicht wirkt und trotzdem herrlich sättigend und aromatisch ist. Genau deshalb sollte dieses Rezept unbedingt nachgebacken werden – ob zum Sonntagskaffee, für Gäste oder einfach, um sich selbst ein kleines Stück Frühlingsglück zu gönnen.
Meine Video Anleitung soll dir bei deiner Zubereitung helfen. Schau dir gern vorab oder währenddessen mein Video an und bereite alles Schritt für Schritt zu!
Darunter findest du das komplette Rezept nochmals zum ausdrucken oder nachlesen.
Auf geht’s. Viel Spaß bei der Zubereitung!

Käsekuchen mit Rhabarber
Zutaten für 26er Springform:
- 400 g Rhabarber
- 1 kg Magerquark
- 100 g Zucker + 1 EL Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Päckchen Vanillepuddingpulver
- 1 Prise Salz
- 30 g geschmolzene Butter
- 3 Eier
Dazu:
- Puderzucker
Zubereitung:
- Als erstes den Rhabarber schälen und ihn anschließend in ca. 2 cm große Stücke schneiden. Die Rhabarberstücke mit einem Esslöffel Zucker verrühren und für ca. 20 Min. stehen lassen, damit das Wasser aus dem Rhabarber austreten kann. Danach den Rhabarber in ein Sieb geben und abtropfen lassen.
- In dieser Zeit in eine Rührschüssel Magerquark zusammen mit Vanillezucker, Eier, Zucker, geschmolzene Butter, 1 Prise Salz und Vanillepuddingpulver cremig rühren.
- Die Springform mit Backpapier auslegen. Den Rand mit Butter einfetten und mit Paniermehl einstreuen.
- Nun die Hälfte von der Quarkmasse in die Springform geben und darin verteilen. Darauf die Hälfte der Rhabarberstücke gleichmäßig drüber streuen. Es folgt der Rest von der Quarkmasse und darauf die restlichen Rhabarberstücke.
- Bei 150 Grad Umluft ( 170 Grad Ober- und Unterhitze ) auf mittlerer Schiene im Ofen für ca. 60 Min. backen. Nach dem Backen den Ofen ausschalten und den Kuchen bei leicht geöffneter Ofentür für weitere 30 Min. drin stehen lassen.
- Danach kann er herausgeholt werden und vollständig abkühlen. Den Springformrand vorsichtig entfernen. Den Kuchen mit etwas Puderzucker bestreuen und servieren. Fertig!
Ich danke Dir ganz herzlich für Deinen Besuch in meiner Rezeptewelt. Ich hoffe Dich schon bald hier wieder zu sehen. Wenn du magst, kannst du gern einen netten Kommentar da lassen. Ich freue mich von Dir zu lesen 🙂
Ganz liebe Grüße und viel Spaß beim nachmachen!
Jacky 😉
